Freitag, 19. Juni 2009

HOSPITZ

Würdevoll sterben im ersten Unnaer Hospiz
Der demografische Wandel und veränderte Familienstrukturen sind ein Resultat davon, dass immer mehr Menschen in Einsamkeit sterben. Mit der Errichtung eines Hospizes in Unna soll sich das ein Stück ändern. Die Satzung für eine Trägerstiftung steht beinahe.
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Klaus Bathen

„Wir sind auf der Zielgeraden, bald wird die Satzung stehen, im Herbst werden wir die Stiftung wohl gründen können“, erklärt Klaus Bathen, Geschäftsführer des Katharinen-Hospitals. Das Krankenhaus ist derzeit dabei, zusammen mit geistlichen und sozialen Vertretern der Stadt eine „breite Diskussion“ für eine Trägerstiftung in einem Vorbereitungskreis zu führen. „In der Satzung haben wir den Zweck des Hospizes festgelegt. Außerdem möchten wir, dass die Einrichtung eine bürgerliche wird und interkonfessionell ist. Wir möchten in erster Linie eben ein Heim für Menschen in ihrer letzten Lebensphase sein.“

Damit sich die Stiftung überhaupt gründen kann, braucht sie einen gewissen Kapitalstock. „Unter 100000 Euro Startkapital brauchen wir erst gar keinen Antrag stellen“, weiß Bathen. „Es sollten mindestens 150000 oder 200000 Euro sein.“ 80 Prozent der anfallenden Kosten könnte dann später zwar die Stiftung übernehmen, doch 20 Prozent müssten über ehrenamtliche Arbeit und Spenden gedeckt werden. Initiativen wie die Bürgerstiftung Unna etwa haben dafür bereits Geld zur Seite gelegt.

Als Sitz für die Begleitung in der letzten Lebensphase wünschen sich die Beteiligten das Kolpinghaus an der Klosterstraße. „Das wäre von der Lage her ideal“, meint Bathen. „Erstens liegt es in der Stadt, und zweitens ganz nahe am Katharinen-Hospital. Von dort könnte das Katharinen-Hospital einige Aufgaben mitschultern, zum Beispiel die Abfallbeseitigung oder das Kochen.“ Die Pläne des Vorbereitungskreises sagen dem Kolpinghausverein, als Träger des Kolpinghauses indessen zu. „Unsere Mitglieder haben ihr Interesse signalisiert“, erklärt Franz Josef Lichterfeld, Schatzmeister des Kolpinghausvereins. „Wir sind bereit für Verhandlungen.“

Bis das Hospiz letztlich eröffnen wird, können noch gut anderthalb Jahre vergehen, schätzt Bathen. „So ein Haus muss gerecht gebaut werden.“ Zehn Plätze soll es geben, allerdings nicht für Kinder. „Das ist ein anderes Feld“, sagt Bathen. Die Aufnahme von jungen Erwachsenen könnte er sich aber gut vorstellen. „Auch viele Menschen in diesem Alter brauchen Begleitung.“

Kommentare:

Balrog hat gesagt…

Das ist auf jeden Fall eine gute Sache!!!Den Menschen, die alleine sind, etwas Würde geben.

Anonym hat gesagt…

Hi! Habe Jürgen gerade mitgeteilt ( letzter Artikel), dass ich sehr wahrscheinlich nicht am Meeting teilnehmen kann. Info findest du dort. LG, Chris

ex-user hat gesagt…

du lässt mich allein ins kochland...ok....;-)